SVTH - SF Salzstetten 1:0 (1:0)
Tore: 1:0 Oleg Semenov (12.)
Ein Derby, das seinem Namen gerecht wurde: Tumlingen gegen Salzstetten, Erster gegen Dritter – und entsprechend viel Spannung im gesamten Waldachtal. Nach über zehn Jahren kam es am Sonntag endlich wieder zum Duell zwischen dem SV Tumlingen-Hörschweiler und dem SF Salzstetten auf dem Tumlinger Sportgelände. Die Ausgangslage war klar: Für unsere Mannschaft ging es darum, die Hinspielniederlage wettzumachen, den Meisterschaftskampf wieder zu öffnen und gleichzeitig zu zeigen, wer aktuell im Waldachtal den Ton angibt. Unsere Jungs lieferten – und wie. Der Sieg war kein Selbstläufer, sondern über mehr als 90 Minuten hinweg hart erarbeitet und absolut verdient. Während die Gäste aus Salzstetten nicht an ihre Hinspielleistung anknüpfen konnten, wuchs der SVTH vor allem defensiv einmal mehr über sich hinaus. Die gesamte Abwehrkette präsentierte sich gemeinsam mit Torhüter Philip Glembotzki über die komplette Spielzeit hinweg stabil, konzentriert und kämpferisch. Matthis Johannsen hatte die Lufthoheit klar auf seiner Seite und ließ kaum etwas zu. Zusammen mit Aaron Störzer räumte er auch am Boden konsequent ab. Auf den Außenverteidigerpositionen überzeugten Julian Theurer und Julian Bitsch mit einer disziplinierten Leistung. Im Zusammenspiel mit dem erfahrenen Mittelfeld um Rummer, Haist und Kaupp entstand so ein kompakter Defensivverbund, der über 95 Minuten hinweg kein Gegentor zuließ. Offensiv sorgten Nick Störzer, Matteo D’Avino und Oleg Semenov immer wieder für Gefahr. Die erste Halbzeit gehörte klar dem SVTH. In der 12. Minute fiel die entscheidende Szene des Spiels: Steven Rummer brachte eine Flanke in den Strafraum, Oleg Semenov setzte sich durch und köpfte zur verdienten Führung ein. Nur wenige Minuten später hatte Joni Haist das 2:0 auf dem Kopf, verfehlte jedoch knapp. Die Gäste wirkten in der Anfangsphase überraschend blass und brauchten einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Wenn es doch einmal gefährlich wurde, war Philip Glembotzki zur Stelle und parierte einen gut getretenen Freistoß stark. Zur Halbzeit stand eine knappe, aber verdiente Führung – auch wenn aus Tumlinger Sicht durchaus mehr möglich gewesen wäre. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus Salzstetten besser ins Spiel, wodurch sich unsere Mannschaft zunehmend auf die Defensivarbeit konzentrieren musste. Dennoch blieben wir gefährlich: Nick Störzer hatte gleich zwei gute Möglichkeiten auf dem Fuß, konnte diese jedoch nicht konsequent abschließen. In der Schlussphase wurde es nochmals spannend. In der 80. Minute der Schockmoment: Der Ball lag im Tumlinger Tor. Allerdings hatte der Schiedsrichter bereits zuvor ein Foulspiel abgepfiffen, da der Salzstetter Stürmer während der Vorteilssituation im Abseits stand. Eine Entscheidung, die in der Nachbetrachtung zumindest überraschend wirkte, da man, wenn man auf Abseits entscheidet, auch auf Freistoß für Tumlingen hätte entscheiden können. Umso bedeutender: Der anschließende Freistoß von Plaumann landete an der Latte. Der Schiedsrichter wurde später erneut zum Thema, leitete die Partie insgesamt aber souverän. Eine weitere strittige Szene ergab sich, als der Salzstetter Stürmer Driton Sadriu im Tumlinger Strafraum zu Fall kam. Zwar war ein Kontakt vorhanden, jedoch lief der Angreifer zunächst weiter und ließ sich erst verzögert fallen – aus Sicht des Schiedsrichters zu wenig und nicht zwingend. In der Nachspielzeit sah Dumitriu nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, was am Ausgang der Partie jedoch nichts mehr änderte. Nach 95 Minuten war es dann klar: Tumlingen ist Derbysieger. Vor einer starken Kulisse verdiente sich der SVTH diesen Erfolg mit Einsatz, Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit. Fußballerisch war nicht alles perfekt, aber kämpferisch ließ man dem Gegner kaum Luft – und genau daran biss sich Salzstetten über die gesamte Spielzeit die Zähne aus. Mit diesem Sieg zeigt der SVTH deutlich, dass man auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer ist – und ihn an diesem Tag sogar einen Schritt hinter sich ließ. Für Salzstetten wird die Situation nach zwei Niederlagen in Folge jedenfalls nicht einfacher: Aus einer komfortablen Ausgangslage droht nun ein offener Meisterschaftskampf mit Tumlingen und Haiterbach zu werden. Für uns gilt nun, den Fokus hochzuhalten und die eigenen Aufgaben zu erledigen. Die nächste steht bereits am Ostermontag an: Zunächst im Pokal-Viertelfinale, bevor es am darauffolgenden Sonntag in der Liga gegen den Tabellenzweiten aus Haiterbach geht. Im Pokal wird es dabei erneut auf die Unterstützung unserer Fans ankommen – so wie im Derby.





